Heute ist: 20.11.2017

FAQ zur KlimaUhr - TIME 2°ACT

Frage: Worauf basiert die Annahme, dass es nur noch ein begrenztes CO2-Budget gibt, das emittiert werden darf, bis das 2°C-Ziel nicht mehr erreichbar ist?

Antwort: Der Weltklimarat (International Panel on Climate Change, IPCC) schreibt 2014 in der Zusammenfassung für Entscheidungsträger (Summary for Policymakers) auf Seite 10, dass nach 2011 insgesamt nur noch ca. 1000 Gt CO2-Emissionen möglich sind, um das 2°C-Ziel noch zu erreichen. Bei Emissionen von etwas mehr als 30 Gt CO2 pro Jahr bedeutet dies, dass nach 2014 nur noch insgesamt 900 Gt CO2-Emissionen möglich sind, um das Ziel nicht zu verfehlen.

Die Zahlen des IPCC beinhalten neben der Verbrennung fossiler Brennstoffe auch die Zementproduktion und CO2-Freisetzungen aus Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft. In der greensFAIR® KlimaUhr berücksichtigen wir nur die Verbrennung und die Zementproduktion. Daher wurden die Zahlen mit 5/6 multipliziert (siehe S. 16 des Sondergutachtens 2014 des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Damit stehen nach 2014 insgesamt nur noch 750 Gt CO2-Emissionen aus Verbrennungsvorgängen und der Zementproduktion zur Verfügung, um das 2°C-Ziel nicht zu überschreiten.

Frage: Woher kennen wir die jährlichen CO2-Emissionen?

Antwort: Wir benutzen hier die Emissions-Datenbank für globale atmosphärische Forschungen (EDGAR) des Joint Research Centre der Europäischen Kommission.

Frage: Woher kennen wir das genaue Bevölkerungswachstum?

Antwort: Wir benutzen hier die Weltbevölkerungsuhr der Stiftung Weltbevölkerung (Weltbevölkerung).

Frage: Warum wird gerade 2°C als Zielwert genommen, den die globale Erwärmung nicht überschreiten soll?

Antwort: Die globale Erwärmung zieht unter anderem Folgen wie das Abschmelzen des Eises am Nordpol und auf Grönland, den Anstieg des Meeresspiegels, die Versauerung des Ozeanwassers und die Freisetzung von Methan aus Permafrostböden nach sich. Viele Wissenschaftler befürchten, dass wenn die globale Erwärmung gegenüber 1870 mehr als 2°C beträgt, so genannte Kipppunkte überschritten werden und dann nicht mehr rückgängig zu machende negative Folgen eintreten (z.B. das vollständige Abschmelzen des Eises am Nordpol und auf Grönland).

Frage: Wer hat den 2°C-Zielwert beschlossen?

Antwort: Der Wert wird vom IPCC vorgeschlagen (Summary for Policymakers). Die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder haben beim Gipfel in Elmau im Juni 2015 das verbindliche 2°C-Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung beschlossen.